
Stromnetz
Weil Strom in grossen Mengen nicht direkt speicherbar ist, müssen Stromerzeugung und -verbrauch jederzeit im Gleichgewicht sein. Das Stromnetz muss die elektrische Energie immer genau dann zur Verfügung stellen, wenn sie benötigt wird. Mit jeder neuen Windkraft- und Photovoltaikanlage steigt der Anteil nicht planbarer Kapazitäten. Wann die Sonne scheint und wann der Wind weht und wie stark, lässt sich nur schwer vorhersagen. Sobald die Anlagen jedoch elektrische Energie produzieren, fliesst diese ins Stromnetz und muss dort integriert werden – ohne Schwankungen im Netz zu verursachen. Und je komplexer sich diese Aufgabe gestaltet, umso flexibler muss das Netz werden. Die Rede ist dann vom „Smart Grid", dem intelligenten Netz.
Photovoltaik
Aufgrund der staatlichen Förderungen zur Nutzung erneuerbarer Energien werden in Zukunft vermehrt kleine Anlagen zur Stromerzeugung zum Einsatz kommen. Unternehmen, die ein Verteilnetz betreiben, haben daher ein grosses Interesse daran herauszufinden, wie sich eine vermehrt verteilte Einspeisung von elektrischer Energie auf den Netzbetrieb auswirkt.
Windenergie
Das Pilotprojekt “VEIN” (Verteilte Einspeisung in Niederspannungsnetze) ist in Rheinfelden gestartet. Es untersucht über die nächsten drei Jahre die Auswirkungen von dezentralen Energieerzeugungs-
anlagen auf elektrische Verteilnetze.
Auch die Errichtung einer Windenergieanlage ist geplant.
Weitere Informationen finden Sie auch unter:
www.aewon.ch in der Rubrik Energie -> Stromproduktion -> Windenergie in der Schweiz
Biomasse-Heizkraftwerk
Bislang fliesst Strom meist aus grossen Kraftwerken über ein sich immer feiner verästelndes Netz bis zum Verbraucher. Speisen Biomasse-Heizkraftwerke grosse Strommengen ins Netz, kann sich zumindest auf den niedrigen Spannungsebenen zeitweilig die Flussrichtung des Stromes umkehren. Dafür sind jedoch die heutigen Schutzeinrichtungen – die Sicherungen des Netzes – nicht ausgelegt. "Eine flächendeckende Einspeisung von dezentralen Erzeugern bedarf über kurz oder lang neuer Schutzkonzepte", sagt Stephan Bühlmann, verantwortlicher Projektleiter vom AEW Regional-Center Rheinfelden.
Mini-BHKW
Ab Mitte 2010 werden während rund dreier Jahre die Auswirkungen untersucht, die viele kleine Stromerzeugungsanlagen auf ein Niederspannungsnetz haben. Zu diesen Anlagen gehören etwa Mini-BHKW, also kleine Blockheizkraftwerke, die auf der Technik der Kraft-Wärme-Kopplung basieren. Rund 140 Anschlussprojekte sind vom Pilotprojekt in Rheinfelden betroffen. Dank der gewonnenen Erkenntnisse werden die Stromversorger vorbereitet sein für die Zeit, wo viele dezentrale Erzeugungsanlagen Strom liefern.